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Abraham sass nah am Abhang…

Freitag, Oktober 24th, 2008 | Author:

Das Wetter hier ist bescheuert. An einem Tag ist es dreissig Grad, man faehrt zum Strand und laesst sich das erste Mal begeistert von salzigen Wellen umschubsen, samt Klamotten und pikanter Koerperteile komplett einsanden und von der australischen Sonne verbrutzeln. Am naechsten Tag ist es windig, regnet in Stroemen und ist so kalt dass man nie sicher ist ob es nicht doch gerade schneit. Das ist wohl der Fruehling hier. April im Oktober. Ich muss allerdings zugeben dass mich das schlechte Wetter ein bisschen angenehm melancholisch und heimwehig gemacht hat, ich habe mich richtig nach meinem Wintermantel, Laubhaufen, Eifelspaziergaengen, Apfelstrudel, Gluehwein und ‘ner anstaendigen Heizung gesehnt.

Die Uni naehert sich langsam dem Ende, mein Zeichenbuch fuellt sich und ist richtig ansehnlich geworden. In zwei Wochen wird der Noel Chettle Art Price an unserer Fakultaet (Design & Architecture) verliehen, wo jeder eine Zeichnung einreichen kann. Die Werke werden ausgestellt und selbst wenn man nichts gewinnt kann man vielleicht was verkaufen. Unser Film wird auch eingereicht, aber da habe ich wenig Hoffnung, denn der wird sch…einbar nicht so besonders. Nachdem meine Gruppenmitglieder mich mehrmals haengengelassen haben und ich alle Verantwortung hatte, habe ich mich nun (was mir sehr schwer fiel) zurueckgezogen und lasse die anderen machen. Das Filmen selbst (das ich fast komplett allein gemacht habe) war allerdings durchaus interessant, wir haben mit einem alten, sehr charismatischen und lustigen Security-officer gefilmt und ich habe die Kamera einfach durchlaufen lassen . Haette fast Lust eine Doku ueber ihn zu machen, aber jetzt ist er wenigstens im Film. Im Moment geht es fuer mich nur darum den Kurs zu bestehen, mehr nicht. In Digital Arts hatte ich endlich mal Glueck mit der Gruppenarbeit, ich hatte eine sehr coole Gruppe mit der ich einen Vorschlag fuer eine New Media Art Ausstellung ausgearbeitet und praesentiert habe. Das war sehr lustig, da wir uns einen ziemlich hippen Club - die Oxford Art Factory- als Ausstellungsort fuer einige sowohl kuenstlerisch als auch technologisch gesehen ziemlich interessante Installationen ausgesucht hatten, und sogar ein eigenes Logo designed haben. So lange ich keine Essays schreiben muss ist alles gut.

 Jetzt muss ich nur noch naechste Woche zur Uni, danach habe ich noch ein Examen in Marketing (pupsleicht) und dann bin ich frei! Ja, endlich frei den Dollarkurs auszunutzen und fuer einen Scheisslohn arbeiten zu gehen… ;-) Als Reisendem stehen einem hier viele Jobs offen, die inseriert werden mit Spruechen wie: great job opportunity $$$!!! Socialise, free Feriday night drinks included! Great job that involves Party!

Es handelt sich dabei hauptsaechlich um Promotionsachen, aber das ist so ziemlich das Letzte worauf ich Bock habe. Sobald die Uni vorbei ist habe ich etwas mehr Zeit mal einen ordentlichen Lebenslauf zu schreiebn und mich konkret auf die Suche zu machen. Vielleicht ende ich noch als Weihnachtsmaennin in irgendeinem Kaufhaus oder als Obstpflueckerin. Hoert sich doof an, aber ich wuerde gerne etwas mit Obst udn Gemuese machen. Vielleicht koennte ich auch auf dem Fischmarkt arbeiten, das waere sicherlich eien Erfahrung wert, obwohl mir der Gedanke gerade ein wenig den unbefruehstueckten (oder eher unbemittagessten, aber das klingt nicht so schoen) Magen umdreht.

Wenn wir schon von Essen reden: Lieber Tom, ja, du hattest recht. Das Fastfood ist nicht schuld, ich hab keins gegessen. Die indischen Suessigkeiten sind schuld, der Schokokuchen und der Wein und die kleinen Leckereien die man sich so goennt um Heimweh und Einsamkeit und Stress zu vertreiben. Alle haben zugenommen, ausnahmslos. R. sagte sie war auf einem Schueleraustausch in Frankreich und dachte nun gegen spontane Auslands-Gewichtszunahme gefeit zu sein, aber all die vielen Eindruecke, die fremde Umgebung und der ganze Trubel machen Ephedrin- und Serotoninausschuettung durch Nahrungsaufnahme quasi unabdinglich. R. ist jetzt auf Suessigkeiten-Entzug bis Weihnachten. Die hat aber auch keine Mitbewohnerin mit kochkuenstlerischen Ambitionen die sie zwingt irgendwelche atemberaubenden Kuchen und Desserts zu probieren oder spaet in der Nacht drei Teller voll Lammbraten mit Kartoffeln, Kuerbis und Salat mit gruenem Spargel zu essen. Wir hatten Marketing Seminar und haben eine Stunde lang diese Fallstudie ueber Donuts besprochen. Das ist einfach toedlich wenn direkt nebenan ein Donutking ist wo man frischgebackene, heisse Zimtdonuts von kleinen Asiaten fuer laecherliche Dollars ueberreicht bekommt.

Aber keinem von euch werde ich die Genugtuung geben seinen Heimataufenthalt durch Laestereien ueber dicke Australienreisende zu beschoenigen. Mein Plan ist simpel: Einen Monat lang harte koerperliche Arbeit kombiniert mit viel Strand und Party, wenig Alkohol & Suessigkeiten. Jaha, ich werds euch noch zeigen! Helen backt allerdings heute Bananenkuchen, also fange ich erst morgen an.  :-)

Wenn ihr auch fragt was der Titel des Eintrags mit dem Inhalt zu tun hat: herzlich wenig.

 

 

Category: Job, UNI (nteressant) | 3 Comments